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Nachrichten vom 20. Januar

In den frühen Morgenstunden, genauer gesagt um 4:03 bebte in ganz Niederbachem für wenige Sekunden die Erde. Das Epizentrum des Erdbebens der Stärke 3,7 lag in Wachtberg-Adendorf 11 Kilometer unterhalb der Erdoberfläche und war noch im Umkreis von 40 Kilometern zu spüren.
Laut Angaben von Polizei, Feuerwehr und nordrhein-westfälischem Innenministerium entstanden weder Sach- noch Personenschäden. Einzig die Notrufnummern 110 und 112 waren, durch die zahlreichen besorgten Anrufe der Bevölkerung, zeitweise quasi blockiert. Dabei bestand überhaupt kein Grund zur Besorgnis, da Erdbeben in unserer Region nichts ungewöhnliches sind. Die Erdbebenstation Bensberg bei Köln verzeichnete für das nördliche Rheinland und die angrenzenden Gebiete mehr als 2000 Erdbeben seit 1955. Nach Angaben der Erdbebenstation der Universität Köln liegt die niederrheinische Bucht sowie der Oberrheingraben im tektonisch aktivsten Gebiet nördlich der Alpen. Da die niederrheinische Bucht pro Jahr etwa einen Millimeter absinke, kommt es an den dabei entstehenden Rissen immer wieder zu kleineren Erdbeben. Die meisten davon seien aber so schwach, das sie nicht gespürt werden. Das stärkste Beben war das vom 13.April 1992 von Roermond in den Niederlanden, mit einer Stärke von 5,9 und einer Dauer von 15 Sekunden. Noch stärkere Beben werden auf die Jahre 1756 in Düren und 1692 in Lüttich datiert, beide mit einer Stärke von 6,5 auf der Richterskala.

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