Ausstellung des Heimat- und Verschönerungsverein Niederbachem e.V.

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Schule in Niederbachem

mit der Vorstellung der 21. heimtgeschichtlichen Dokumentation der Reihe „Niederbachem“:
„Schulchroniken als historische Dokumente“ von Prof. Dr. Bernhard Weisgerber

Vom 14.8.2008 bis zum 4.9.2008
verlängert bis zum 11.9.2008
während den Öffnungszeiten in den Schalterräumen der VR-Bank Bonn,
Zweigstelle Niederbachem, Konrad-Adenauer-Str. 50 in Niederbachem

Liste der Exponate

Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Niederbachemer Schule von 1679 bis heute. Die baulichen Veränderungen werden durch Skizzen und Fotos veranschaulicht, die Entwicklung von der einklassigen Schule, mit einer Handvoll Schülern, zur modernen offenen Ganztagsschule mit Schülerstatistiken belegt. Ergänzt wird dies durch eine Auflistung der Lehrer und Schulleiter, angefangen vom 1689 erwähnten Küster-Lehrer Wernerus Lutzen bis zum aktuellen kommissarischen Schulleiter.

Abgerundet wird die Ausstellung durch eine Reihe von Schülerfotos aus der Zeit von 1933 bis heute, auf denen sich die Niederbachemer Schüler wiederfinden können.


Das neue Heft (Nr.21) des Heimat- und Verschönerungsvereins Niederbachem trägt den Titel „Schulchroniken als historische Dokumente“. Es handelt von einigen Schulchroniken aus dem „Drachenfelser Ländchen“, die in den Jahren von 1872 bis 1969 geschrieben worden und bis heute erhalten geblieben sind. (Einige Chroniken sind seit 1945 verschollen). Mit der Auflösung der kleinen Dorfschulen endete auch die Zeit der Schulchroniken, und heute drohen sie in Vergessenheit zu geraten.

Für das Führen der Schulchronik war der Dorfschulmeister verantwortlich. Je nach seinen Fähigkeiten und seinem Engagement gab er der Schulchronik ihr Gesicht, schrieb viel oder wenig, Bedeutendes oder Unbedeutendes, stilistisch gewandt oder unbeholfen, tendenziös oder um „Wahrheit" bemüht. Dazu hatte ihn die preußische „Ministerial-Schul-Bestimmung vom!5. Oktober 1872" verpflichtet. (Das neu gegründete deutsche Kaiserreich brauchte seine Chronisten auch in den Dorfschulen.)

Von 1872 bis 1969 - das ist nur knapp ein Jahrhundert, und doch wurde in dieser Zeit ein Schatz an Quellen und Informationen, an Tatsachenberichten und Erinnerungen gesammelt und bewahrt, der bis heute noch nicht gehoben, dessen Wert noch nicht einmal erkannt worden ist. Ehe er auf Schulböden, bestenfalls in Archiven, verschimmelt und untergeht, sollte man erkennen, welche Bedeutung Schulchroniken als historische Dokumente -auch für die Heimatgeschichte - besitzen und wie sie im Hinblick auf Vergangenheit und Gegenwart auszuwerten sind.

Das neue Heimatheft enthält dazu Anregungen und Materialien, natürlich nur in exemplarischer Auswahl. Es berichtet etwa von der ersten Omnibuslinie im Ländchen, die 1913 eingerichtet und wegen mangelnder Nutzung schon im selben Jahr wieder eingestellt wurde, von Hungerjahren im Ersten und dem Obstklau nach dem Zweiten Weltkrieg, von den Folgen der Währungsreform 1948, aber auch von den politischen Ereignissen und Veränderungen - vom 2. Kaiserreich über die Weimarer Republik und die Nazizeit bis zur Bundesrepublik Deutschland - wie sich diese in den Gemeinden und Schulen des „Ländchens" widerspiegelten. Die verschiedenen Kapitel des Heftes behandeln:
• Die Schulen und ihre Lehrer
• Schulbauten
• Die Schulchronik als Dorfchronik
• Schulgeschichte als Nationalgeschichte
• Schule, Staat und Kirche
• sowie einige Texte, die die Oberstufenschüler von Oberbachem für ihre „Schülerchronik" in den Jahren von 1956 bis 1959 geschrieben haben.
Weitere hochinteressante Aspekte wie „Krieg und Frieden", „Wetter und Wohlstand" u.a. konnten in diesem Heft aus Platzgründen leider nicht berücksichtigt werden.


Prof. Dr. Bernhard Weisgerber, Schulchroniken als historische Dokumente, Heft 21 der Niederbachemer Hefte des Heimat- und Verschönerungsvereins Niederbachem (HVN), 60 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, Fotos, Preis: 6,00 Euro,
erhältlich bei der VR-Bank Bonn, Zweigstelle Niederbachem, Konrad-Adenauer-Str. 50,
oder bei der Geschäftsführung des HVN, Gertrud Steinlein, Mühlenstr. 35, Wachtberg-Niederbachem, Tel. 0228 / 34 63 64


Exponate der Ausstellung „Schule in Niederbachem“

Schul- und Lehrbücher

Deutsches Lesebuch für katholische Volksschulen
Zweiter Teil. - Oberstufe

1901

Mundt's Rechenbuch für Volksschulen
zweites Heft - drittes und viertes Grundschuljahr

Das goldene Tor - Deutsches Lesebuch
für das 3. und 4. Schuljahr

Rheinisches Liederbuch

Ecker Schulbibel für die Erzdiözese Köln
Mittlere Ausgabe

Lesebuch für die katholischen Volksschulen der Rheinprovinz
Dritter Teil: Oberstufe
1912

Vaterlandsband - Deutsches Lesebuch

fünftes bis achtes Schuljahr

Der christliche Lehrer wie er sein und wirken soll.

1889

Hahnenfiebel
Leselernfiebel des 15. Jahrhunderts

Der Kinderfreund
Ein Lesebuch zum Gebrauch in Landschulen

Zeugnisse

Zeugnishefte aus verschiedenen Zeitabschnitten

Zeugnis und Ernennungsurkunde von Lehrer Mergel, sowie ein Dankesbrief von seinen Schülern

Schulhefte

Schönschreibübungen

Schulutensilien

Lederranzen, Schultüte

Schiefertafel, Rechenmaschine



Die Exponate Hahnenfiebel und Kinderfreund sind Leihgaben von Prof. Dr. Bernhard Weisgerber, Bonn-Mehlem

Die Exponate stammen von Benedikt Auen, Fam. Flöhl, Carl Kessel, Angela Thelen und Gertrud Steinlein, alle Niederbachem.

Die Bilderrahmen sind Leihgaben des Fotoklubs Wachtberg, Kurt Hilberath, Niederbachem.