Wanderungen mit dem HVN

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Am 24 Oktober 2004 lädt unser Wanderführer Wolfgang Petto alle interessierten Wanderfreunde ein, die Landschaft der näheren Umgebung zu genießen.

Herbstwanderung

auf dem Mühlenweg im oberen Ahrtal

Samstag, 24. Oktober 2004


Treffpunkt:

10.00 Uhr an der Kirche St. Gereon in Niederbachem

Anfahrt:

Mit PKW (Fahrgemeinschaften) auf der B257 über Altenahr bis Dümpelfeld, dort rechts ab über Schuld zur Daubiansmühle, ca. 45 km

Wanderstrecke:

Von der Daubiansmühle über den Mühlenweg durch das Armutsbachtal nach Ohlenhardt und Wershofen. Dort Einkehrmöglichkeit. Anschließend weiter und zurück zum Ausgangspunkt. (ca. 16 km)

Rückkehr:

ca. 16.30 Uhr

Wanderführer:

Wolfgang Petto, Telefon: 0228 34 47 71

Alle Wanderfreunde sind herzlich eingeladen!

Herbstwanderung im oberen Ahrtal

Einen solchen lichtdurchfluteten Sonntag wünschten wir uns für die Wanderung im Herbst: In klarer, warmer Luft der Wald golden geschmückt vom Laub der Buchen, leise rieselnde Blätter auf die Waldwege, feuchte tiefgrüne Wiesen mit Rindern verschiedenster Rassen, abgeerntete Apfelbäume auf Streuobstwiesen, in den Hecken schrumpelige zuckersüße Zwetschgen. Man konnte Frische atmen für eine ganze Woche.

Die 50 km weite Anfahrt hatte sich gelohnt für die Wanderung zwischen Wershofen und Aremberg im oberen Ahrtal. Ursprünglich wollte uns Herr Petto von Schuld aus durch das Armuthsbachtal über Ohlenhard und Wershofen führen. Wegen Kanalbauarbeiten war dort aber kein Durchkommen. Die stattdessen gewählte Wanderstrecke auf einem Rundweg zwischen Wershofen (wo wir anfuhren) und Aremberg war sicherlich genau so reizvoll im Auf und Ab der Berge und Täler in einem nördlichen Zipfel von Rheinland-Pfalz. Wershofen liegt 450 m hoch nahe eines kleinen Flugplatzes, beherbergt das stattliche Hotel Kastenholz und schöne, wohlgepflegte Häuser.

Von hier führte der Weg steil bergab ins Dreisbachtal mit der ehemaligen Dreisbachmühle, die im Besitz der Herzöge von Arenberg war. Ein Bergrücken trennt das Dreisbachtal vom Eichenbachtal mit ebendiesem Ort. Oben liegt ein Wanderparkplatz, der zu einer kleinen Rast einlud, und ein schmuckes Kirchlein mit bunten, figürlich gestalteten Glasfesnstern, von dem wir nicht erkennen konnten, wem es geweiht ist. Beide Bächlein fließen ostwärts in die Ahr.

Der Weiterweg ging am Eichenbach entlang, dann bergan in Eichen-, Buchen- und Espenwald hinein Richtung Aremberg. Die Wildschweine hatten die Wege nach Bucheckern und Eicheln durchwühlt. Es gab reichlich Ernte, Im 900 Jahre alten Aremberg kehrten wir in der Burgschenke ein. Vom Schloß Arenberg ist nichts mehr zu sehen, da es 1803 zum Abbruch freigegeben worden war. Alle 17 Wanderer waren hungrig geworden. Doch mußten wir auf Spießbraten, Salat und Kuchen lange warten, so daß wir erst um 15 Uhr weiterwandern konnten. Im Warten auf das Essen genossen wir auf der Terrasse die warme Sonne und die weite Sicht über die Eifellandschaft, Aremberg liegt immerhin 550 m hoch.

Über einen breiten Wiesenhang stiegen wir ab, gelangten dann in den bunt-grünen Mischwald, überquerten Eichenbach und Dreisbach und kamen schließlich wieder oben in Wershofen bei den Autos an. Um 18 Uhr erreichten wir Niederbachem, etwas müde vom 14 km langen Fußmarsch, Noch war es hell. Schade, wenn wir diesen Tag verloren hätten!

Gertrud Steinlein